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Hintergrund

One-Line-Illustration eines Buches

FSGS ist eine seltene Erkrankung, die die Nierenfilter beeinträchtigt und oft zu Nierenversagen führt. Die Entwicklung spezifischer Therapien wurde durch ein unvollständiges Verständnis der Krankheit behindert. Das STOP-FSGS Konsortium hat maßgeblich zur Erforschung der molekularen und zellulären Mechanismen von FSGS beigetragen, neue diagnostische Werkzeuge entwickelt sowie Biomarker und potenzielle Therapien identifiziert.

In den ersten beiden Förderphasen (2016-2022) konnte der Forschungsverbund in den einzelnen Projekten vielfältige Fortschritte erzielen:

  • Entwicklung eines Modells der primären Nierenfibrose und eines nicht-invasiven Bildgebungsverfahrens für die Nierenfibrose. Nutzung von sogenannten Deep- Learning Algorithmen für präzise Histopathologie-Analysen.
  • Vielfältige Untersuchungen an Zebrafisch-FSGS-Modellen und Etablierung von Hochdurchsatz-Screening-Pipelines in diesen Modellen. Entwicklung der sogenannten PEMP-Methode (Podocte Exact Morphology Measurement Procedure) für standardisierte Messungen von Podozytenveränderungen und daraus Gründung des Start-ups NIPOKA GmbH.
  • Etablierung von Systemnephrologie-Workflows zur Untersuchung genetischer, metabolischer und zytoskelettaler Programme in Podozyten. Diese Workflows konnten u.a. auch zur Untersuchung von SARS-CoV-2 verwendet werden.
  • Entwicklung von Mauslinien (Cre-Maus) zur Untersuchung von Podozyten und PECs und Beschreibung der Abfolge der zellulären Ereignisse bei FSGS.
  • Entwicklung von in vitro und in vivo Tests zur Untersuchung der Mechanismen von FSGS und der Rolle zirkulierender Faktoren.

Ergänzt wurde das STOP-FSGS-Konsortium durch die Kooperation mit anerkannten und unabhängig finanzierten Registern, wie das FOrMe-Register und das Hamburger GN- Register.